ZeroHeros

„Wir eröffnen einen Unverpacktladen!“ – Blood, sweat and tears oder aus dem Leben zweier Gründer

Wie alles begann

Den Traum einen eigenen Feinkostladen zu eröffnen hatte ich schon länger. Im Januar 2016 brachte ich dann den Mut auf, mich voll und ganz dem Projekt Unverpacktladen zu widmen und gab meinen sicheren Job als Werbetechniker, in dem ich 10 Jahre gearbeitet hatte, auf.

Nachdem ich mich in die Materie eingelesen hatte, besuchte ich Kurse zur Existenzgründung der IHK, absolvierte Unverpackt-Workshops und fand mit Four-Quarters einen guten Partner in Sachen Gründungsberatung, die Arthur und mich bis heute begleiten.

Zu diesem Zeitpunkt, noch unabhängig voneinander, machten wir uns an den Businessplan, der unabdingbar für die Eröffnung eines eigenen Geschäfts ist.

Mitte August 2016, also vor gut acht Monaten, stand das Konzept soweit und entschied mich mit der Idee via Facebook an die Öffentlichkeit zu gehen, um auch zu sehen wie das in Nürnberg aufgenommen wird, verpackungsfrei einkaufen zu können.

Nach relativ kurzer Zeit hatte die Seite 2000 Likes und die Presse wurde auf ZeroHero aufmerksam. Es gab soooo viel positives Feedback und ich war vor Freude total aus dem Häuschen. Bestärkt in meinem Vorhaben machte ich mich prompt auf Ladensuche.

Zwischendrin lernten Arthur, der das gleiche Ziel verfolgte, einen Unverpacktladen zu eröffnen und ich uns kennen. Nach einigen Treffen und ausführlichen Gesprächen, entschlossen wir das Projekt ZeroHero gemeinsam zu wuppen.

Da wir mit einem gewissen Startkapital unseren Laden von Anfang an so ausstatten können, wie wir uns das vorstellen und zusammen mit den Nürnbergern unser Vorhaben möglichst transparent gestalten wollen, entschieden wir uns für eine Crowdfunding Kampagne, für die es Anfang Dezember den Startschuss gab.

Als wir mit der Kampagne begannen, dachten wir, wir hätten schon einen potentiellen Laden in der Tasche, mit dem wir seit Oktober 2016 in Verhandlungen waren. Ohne einen Laden wollten wir damit nicht loslegen. Leider entpuppte sich das Ganze als „schwiiierig“ und mussten nach vier monatelangen Gesprächen den Laden aufgeben.

Nun, die Crowdfunding Kampagne wurde erfolgreich abgeschlossen, die Dankeschöns verschickt und wir waren total happy.

Damit wuchs auch der Druck und natürlich unser persönlicher Wunsch nun schnellstmöglich einen Laden zu finden und für euch die Türen öffnen zu können. Wir wollten von Anfang an nach Gostenhof, doch dort einen freien Laden zu finden der zu uns passt, war nicht leicht.

Zwischendurch“ gaben wir regelmäßig Vorträge, um die Idee des müllfreien Einkaufens näher zu bringen, gründeten eine GmbH, hatten Bankgespräche und feilten an unserem gemeinsamen Geschäftsplan, in den Arthur sehr viel Energie steckte. Das gute Stück hat mittlerweile das Ausmaß einer Wissenschaftlichen Arbeit erreicht.

 

Der Stand der Dinge

Vor ca. acht Wochen trat die Direktorin des Derag Living Hotels in der Oberen Kanalstraße an uns heran und sagte, dass sie einen freien Laden hätte, der möglicherweise für uns interessant sein könnte.

Nach ausführlicher Prüfung und Verhandlungen wurden wir uns einig und unterschrieben den Mietvertrag, das wir am 25.04.17 freudig bekannt gaben.

Nun haben wir einen Laden „WhoopWhoop“ 🙂 es geht vorwärts.

Allerdings sind damit noch nicht alle Hürden überwunden. Für unseren Laden müssen wir eine Nutzungsänderung zum Einzelhandel beantragen, da es vorher ein Dienstleistungsgeschäft war.

Des Weiteren stehen Umbaumaßnahmen und Ladeneinrichtung an. Einen fixen Eröffnungstermin können wir deshalb noch nicht nennen. Unser Ziel ist es noch diesen Sommer eröffnen zu können, was leider nicht von uns allein abhängig ist. Wir sind guter Dinge und voller Rückenwind von unseren Unterstützern, dass wir auch dies baldmöglichst meistern werden.

 

Die nächsten Schritte

Ab sofort sind wir mit unserem Architekten und Bauleitern in Arbeit, einen tollen Laden auf die Beine zu stellen und euch ein verpackungsfreies Einkaufserlebnis zu bieten.

Wir werden weiterhin unser Konzept an diversen Veranstaltungen vorstellen, Händler und Produzenten besuchen und auf Messen hochwertige Produkte für euch suchen.

Auch bieten wir Veranstaltungen, wie z.B. ein Zero Waste Picknick, um uns mit euch auszutauschen.

Wir freuen uns, auch schon vor Ladeneröffnung, auf viele Gespräche mit euch wahren Heldinnen und Helden.

Bis es dann losgeht und ihr bei ZeroHero einkaufen könnt, bitten wir noch um etwas Geduld. Wir werden euch bzgl unserer nächsten Schritte auf dem Laufenden halten.

Viele unverpackte Grüße,

Arthur & Thomas